Allgemeine Geschäftsbedingungen der Telecall Services GmbH für Dating Calling Cards

 

1. Geltungsbereich

1.1 Die Telecall Services GmbH („Telecall“) hat ihren Sitz in 40211 Düsseldorf, Leopoldstraße 16.

 

1.2 Abweichende AGB des Kunden gelten auch dann nicht, wenn Telecall ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

 

1.3 Die AGB in der jeweils aktuellen Fassung können auf der Internetseite der Telecall unter www.dating.de sowie in den Geschäftsstellen von Telecall eingesehen werden.

 

1.4 Telecall hat das Recht, die AGB nach billigem Ermessen in Abwägung der technischen Erfordernisse und Marktgegebenheiten jederzeit zu ändern, soweit dies für den Kunden zumutbar ist.

 

2. Gegenstand der AGB

2.1 Telecall bietet dem Kunden an, als Vertriebsmittler Forderungen gegen die Callax Telecom Holding GmbH („Erbringer von Telekommunikationsdienstleistungen“) zu erwerben. Die vom Kunden erworbenen Forderungen berechtigen den Kunden zur Nutzung der Calling Card-Dienstleistungen des Erbringers von Telekommunikationsdienstleistungen. Eigene Telekommunikationsdienstleistungen erbringt Telecall nicht.

 

2.2 Um die Calling Card-Dienstleistungen nutzen zu können, kauft der Kunde über den Online-Shop von Telecall oder einen anderen Vertriebskanal ein Guthaben. Dadurch erwirbt der Kunde einen Anspruch auf Erbringung der Calling Card-Dienstleistungen, die in ihrem Wert der Höhe des Guthabens entsprechen, ausschließlich gegen den Erbringer von Telekommunikationsdienstleistungen.

 

3. Guthaben, PIN

3.1 Der Erbringer der Telekommunikationsdienstleistungen wird die vom Kunden gewünschte Verbindung nur herstellen und halten, solange das vom Kunden erworbene Guthaben noch nicht verbraucht ist. Zum Erwerb des Guthabens kann der Kunde online auf der Internetseite unter www.dating.de im Onlineshop aus verschiedenen Tarifoptionen und verschiedenen Höhen des Guthabens auswählen, oder das Guthaben (die Calling Card) über einen anderen Vertriebskanal erwerben. In der gewünschten Höhe wird ihm nach/bei Zahlung des bestellten Betrags (Ziffer 5) ein Guthaben gutgeschrieben bzw. die Calling Card ausgehändigt, welche(s) er für die Calling Card-Dienstleistungen des Erbringers von Telekommunikationsdienstleistungen verbrauchen kann.

 

3.2 Nach Eingang eines Guthaben-Betrages auf dem Konto von Telecall bzw. sobald die Kreditkartenzahlung bestätigt wurde, teilt Telecall dem Kunden eine Identifikationsnummer mit, über welche er für die Abrechnung der Telekommunikationsdienstleistungen identifiziert wird („PIN"). Der Kunde ist verpflichtet, die ihm von Telecall zugewiesene PIN geheim zu halten, sowie den Missbrauch durch Dritte zu verhindern. Er stellt überdies sicher, dass dritte Nutzer der PIN diese Verpflichtung ebenfalls einhalten. Erlangt der Kunde Kenntnis vom Missbrauch der PIN, so wird er Telecall unverzüglich unterrichten. Bei einem Missbrauch der PIN durch den Kunden ist Telecall berechtigt, den Vertrag mit dem Kunden unbeschadet der Regelungen in Ziffer 4.3 fristlos zu kündigen. Der Kunde haftet für einen in seinem Verantwortungsbereich entstandenen Missbrauch der PIN.

 

4. Vertragsschluss, Laufzeit, Kündigung

4.1 Der Vertrag über den Forderungsverkauf mit Telecall kommt zustande, sobald Telecall dem Kunden die PIN und Einwahlnummer übermittelt hat. Dies erfolgt entweder per SMS, Email oder direkt auf der Internetseite von Telecall. Ein Vertrag zwischen dem Kunden und Telecall kommt bei jeder Bestellung mit der Freischaltung des jeweiligen Kontingents durch Mitteilen der entsprechenden PIN und Einwahlnummer neu zustande. Jeder Vertrag endet automatisch mit Ablauf des Folgejahres nach der Freischaltung. Noch nicht verbrauchte Guthaben verfallen mit Ende des Vertrages automatisch.

 

4.2 Der Kunde kann die Bestellung im Online-Shop, sofern er die Dienstleistungen nicht für gewerbliche oder selbstständige berufliche Tätigkeiten nutzt und somit als Verbraucher im Sinne   von § 13 BGB angesehen werden kann, die Bestellung innerhalb von 2 Wochen nach ihrer Absendung ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, Telefax, E-Mail) gegenüber der in Ziffer 1.1 genannten Adresse widerrufen. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs; über die Rechtzeitigkeit entscheidet der Poststempel. Das Widerrufsrecht erlischt, sobald Telecall mit der Ausführung der Dienstleistung begonnen hat. Die Ausführung der Dienstleistung beginnt mit Bekanntgabe der Einwahlrufnummer und der PIN. Im Übrigen erlischt das Widerrufsrecht nach Ablauf der Widerrufsfrist.

 

4.3 Telecall kann den Vertrag fristlos außerordentlich aus wichtigem Grund jederzeit kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zum Ablauf des Vertrages nicht zugemutet werden kann. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere dann vor, wenn

 

a) über das Vermögen des Kunden ein Insolvenzverfahren eröffnet wird oder der Kunde einen Antrag auf Insolvenzeröffnung stellt, oder

 

b) der Kunde die Dienstleistungen in betrügerischer Absicht in Anspruch nimmt oder

 

c) der Kunde bei der Nutzung der Dienstleistungen gegen Strafvorschriften verstößt.

 

5. Zahlungsvarianten

Der Kunde kann das Guthaben mittels Kreditkarte oder durch Überweisung des Betrages auf das auf der Internetseite der Telecall unter www.dating.de genannte Konto der Telecall bezahlen.

 

5.1 Die Zahlungsmöglichkeit mittels Kreditkarte steht dem Kunden nur nach der Einrichtung eines Kundenkontos auf der Internetseite www.dating.de zur Verfügung. Der Kunde muss sich dabei mindestens mit seinem Namen, seiner Adresse und seiner Emailadresse anmelden. Bei späteren Bestellungen kann der Kunde über die Emailadresse als Login und ein Passwort, welches ihm von Telecall zugeteilt wird, auf seine Daten zurückgreifen. Der Kunde kann sich über die Internetseite von Telecall unter www.dating.de in den Zahlungsbereich einloggen und dort die Abbuchung des gewünschten Betrages von seiner Kreditkarte unter Angabe seiner Kreditkartendaten und des drei- oder vierstelligen Sicherheitscodes seiner Kreditkarte veranlassen.

 

Wird der Betrag mittels Kreditkarte gezahlt und findet auf Veranlassung des Kunden eine Rückbelastung des gezahlten Betrages durch das Kreditkartenunternehmen statt, so wird Telecall

 

a) in dem Fall, dass der Kunde den rückbelasteten Betrag noch nicht abtelefoniert und damit die Dienstleistungen von Telecall insoweit noch nicht in Anspruch genommen hat, die Calling Card sperren,

 

b) in dem Fall, dass der Kunde den rückbelasteten Betrag teilweise abtelefoniert und damit die Dienstleistungen von Telecall insoweit in Anspruch genommen hat, die Calling Card sperren und den restlichen Rückbuchungsbetrag dem üblichen Mahnverfahren von Telecall unterwerfen,

 

c) in dem Fall, dass der Kunde den rückbelasteten Betrag bereits abtelefoniert und damit die Dienstleistungen der Telecall insoweit in Anspruch genommen hat, den Rückbuchungsbetrag komplett dem üblichen Mahnverfahren der Telecall unterwerfen.

 

Der Kunde ersetzt der Telecall alle aus einer Rückbelastung der im Rahmen der Vorauszahlung geleisteten Beträge durch das Kreditkartenunternehmen entstehenden Kosten und Schäden, soweit diese nicht bereits aufgrund anderer Bestimmungen ausgeglichen wurden.

 

5.2 Die Möglichkeit der Zahlung per Überweisung steht dem Kunden auch ohne Einrichtung eines Kundenkontos zur Verfügung. Bei einer Bezahlung per Überweisung wird dem Kunden, nachdem er das gewünschte Guthaben (Calling Card) ausgewählt hat, eine Referenznummer mitgeteilt, die als Verwendungszweck bei einer Überweisung anzugeben ist. Damit die Überweisung der richtigen Bestellung zugeordnet werden kann, ist es notwendig, dass die Referenznummer korrekt und ohne weitere Zusätze auf dem Überweisungsträger angegeben wird. Zahlungseingänge, die ohne oder mit einem falschen Verwendungszweck auf dem Konto von Telecall eingehen, können nicht zur Übermittlung der PIN bearbeitet werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Angabe einer falschen Referenznummer dazu führt, dass die Zahlung einem anderen Kunden zugeordnet wird und dieser das eingezahlte Guthaben zum Telefonieren benutzt. Für Schäden die durch die Angabe eines falschen Verwendungszwecks auf dem Überweisungsträger entstehen übernimmt Telecall keine Haftung.

 

6. Entgelte / Abrechnung des Guthabens

6.1 Die für die Inanspruchnahme der Dienstleistungen zu zahlenden Entgelte bestimmen sich nach den Bedingungen des Erbringers der Telekommunikationsdienstleistungen, insbesondere nach Dauer und Umfang der Nutzung und nach Maßgabe der jeweils gültigen Preisliste. Die Höhe der Einwahlgebühr ist in der jeweils bei Vertragsabschluss gültigen Preisliste des Erbringers der Telekommunikationsdienstleistungen bestimmt.

 

6.2 Telecall weist darauf hin, dass Angaben des Erbringers der Telekommunikationsdienstleistungen über die Höhe des Entgelts im Rahmen einer automatischen entgeltfreien Tarifansage zu Beginn der Verbindung bei Abweichungen von der Preisliste dieser vorgehen. Bei der Tarifansage werden zusätzliche Gebühren nicht berücksichtigt. Mit der Fortführung der Verbindung erklärt der Kunde sein Einverständnis mit dem angesagten Tarif.

 

6.3 Telecall weist zudem darauf hin, dass der Erbringer der Telekommunikationsdienstleistungen zusätzlich zum variablen Minuten-Basispreis weitere Kosten berechnen kann (z.B. Set Up-Gebühren pro Verbindung, Administrationsgebühren, Zuschläge pro Minute).

 

6.4 Alle Telefonate über die durch den Kunden oder Dritte bei Herstellung der Verbindung eingegebenen PIN werden über das dieser PIN zugeordnete Guthaben des Kunden automatisch abgerechnet. Entgelte, die durch eine unbefugte Nutzung Dritter entstehen, hat der Kunde zu entrichten, wenn und soweit er die unbefugte Nutzung oder die hierdurch entstehenden Schäden zu vertreten hat. Der Kunde trifft in seinem Verantwortungsbereich die erforderlichen und üblichen Sicherungsmaßnahmen gegen die

unbefugte und missbräuchliche Nutzung der Dienstleistungen. Ihm obliegt innerhalb seines

Verantwortungsbereichs der Nachweis, dass er eine unbefugte und missbräuchliche Nutzung

durch Dritte nicht zu vertreten hat.

 

6.5 Der Erbringer der Telekommunikationsdienstleistungen wird Telecall die Verbindungsdaten des Kunden übermitteln, nach denen Telecall Abbuchungen vom Guthaben des Kunden vornimmt. Hierbei beachtet der Erbringer der Telekommunikationsdienstleistungen die  gesetzlichen Datenschutzregelungen.

 

6.6 Der Kunde kann Einwendungen gegen die Abbuchung von Verbindungsentgelten von seinem Guthaben gegenüber Telecall nur innerhalb von vier Wochen nach der jeweiligen Abbuchung geltend machen. Eine Unterlassung der Einwendungen innerhalb dieser Frist gilt als Genehmigung der Abbuchung. Gesetzliche Ansprüche, die dem Kunden unabhängig von diesem Fristablauf zustehen, bleiben unberührt. Die Fälligkeit der Verbindungsentgelte wird durch Einwendungen nicht berührt.

 

6.7 Telecall ist aus Datenschutzgründen verpflichtet, die der Abbuchung vom Guthaben des Kunden zugrunde liegenden einzelnen Verbindungsdaten spätestens nach Ablauf von 6 Monaten nach Abbuchung zu löschen, wenn der Kunde nicht eine vorzeitige (teilweise oder vollständige) Löschung der Daten verlangt hat. Nach Ablauf der gesetzlichen oder vom Kunden verlangten Löschungsfrist können anschließende Einwendungen des Kunden gegen die Abbuchung der Verbindungsentgelte von seinem Guthaben nicht mehr berücksichtigt werden.

 

9. Haftung

9.1 Telecall haftet nach den allgemeinen Vorschriften, soweit in diesen Allgemeinen

Geschäftsbedingungen nicht etwas Abweichendes geregelt ist.

 

9.2 Telecall haftet für Vermögensschäden des Kunden nur, falls der Schaden auf der schuldhaften Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht oder auf grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz der Telecall beruht. Wird eine Kardinalspflicht aufgrund leichter oder einfacher Fahrlässigkeit der Telecall verletzt, ist die Haftung der Höhe nach auf solche vertragstypischen Schäden begrenzt, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vernünftigerweise vorhersehbar waren.

 

9.3 Für Schäden des Kunden die auf höherer Gewalt  beruhen, haftet die Telecall nicht.

 

9.4 Soweit die Haftung von Telecall wirksam ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung der Arbeitnehmer, der sonstigen Mitarbeiter, Organe, Vertreter und Erfüllungsgehilfen der Telecall.

 

9.5 Telecall haftet nicht für oder im Zusammenhang mit etwaigen Handlungen, Unterlassungen und/oder Versäumnissen Dritter.

 

10. Datenschutz

10.1 Rechtsgrundlage für den Umgang mit personenbezogenen Daten des Kunden sind u.a. das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und das Telekommunikationsgesetz (TKG). Personenbezogene Daten werden nur erhoben, verarbeitet oder genutzt, sofern der Betroffene eingewilligt hat oder das BDSG, das TKG oder eine andere Rechtsvorschrift es anordnet oder erlaubt.

 

10.2 Eine Datenverarbeitung ist hiernach insbesondere zulässig, soweit dies zur Begründung, Änderung und inhaltlichen Ausgestaltung des Vertragsverhältnisses (Bestandsdaten), zur Erbringung der Telekommunikations-Dienstleistungen (Verkehrsdaten) sowie deren Abrechnung (Abrechnungsdaten) erforderlich ist. Telecall darf die Rufnummer und Adresse, die der Kunde im Rahmen der Beziehungen zu Telecall angegeben hat, für die Versendung von Text- oder Bildmitteilungen an ein Telefon oder eine Postadresse auch zu Zwecken der Werbung, der Marktforschung und Beratung des Kunden verwenden, wenn dieser der Verwendung nicht widersprochen hat. Der Kunde kann der Versendung von Text- oder Bildmitteilungen jederzeit schriftlich oder elektronisch widersprechen.

 

10.3 Telecall darf die Bestandsdaten des Kunden im Rahmen eines Vertragsverhältnisses zwischen Telecall und einem anderen Diensteanbieter erheben, verarbeiten und nutzen, soweit dies zur Erfüllung des Vertrages zwischen Telecall und dem anderen Diensteanbieter erforderlich ist.

 

11. AGB des Erbringers der Telekommunikationsdienstleistungen

Für die Modalitäten der Erbringung der Telekommunikationsdienstleistungen wird ausdrücklich auf die im Amtsblatt der Bundesnetzagentur veröffentlichten AGB des Erbringers von Telekommunikationsdienstleistungen verwiesen. Dies gilt unter anderem für die Möglichkeit der Sperrung, die Haftung für Vermögensschäden und Mitwirkungspflichten des Kunden.

 

12. Schlussbestimmungen

12.1 Sämtliche Mitteilungen des Kunden gegenüber Telecall sind schriftlich unter der unter Ziffer 1.1 genannten Adresse abzugeben. Geschäftsführer von Telecall ist Herr Ömer Varol.

 

12.2 Ist der Kunde Kaufmann im Sinne von § 1 HGB und erfolgt die Nutzung für den Geschäftsbetrieb des Kunden, so ist Gerichtsstand für Streitigkeiten aus diesem Vertrag Düsseldorf. Für Rechtsstreitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag gilt ausschließlich deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

 

12.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam oder lückenhaft sein oder werden, so wird die Gültigkeit des Vertrages insgesamt hiervon nicht berührt. Die Telecall und der Kunde werden die unwirksam gewordene Bestimmung durch eine solche ersetzen, die dem mit dem Vertrag verfolgten Ziel am nächsten kommt.

 

12.4 Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform, ebenso die Aufhebung des Schriftformerfordernisses.